Oberfranken
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Landtagsabgeordneter
Martin Schöffel

Landesausschuss hebt Sperre für Hausarztniederlassungen im Landkreis Wunsiedel wieder auf

MdL Martin Schöffel

Die Nachricht hatte zu Protest im Landkreis geführt: Mit Beschluss vom 11.7.2012 hat der Landesausschuss für Ärzte und Krankenkassen in Bayern Zulassungsbeschränkungen für Hausärzte im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge erlassen, wonach eine Neuzulassung nicht mehr möglich gewesen wäre.

Diese Entscheidung wurde nun auch auf Drängen von Landtagsabgeordnetem Martin Schöffel wieder aufgehoben. Die Sperre war erlassen worden, weil sich rein rechnerisch die Versorgung mit Hausärzten so gut darstellte, dass ein Schwellenwert überschritten war. „Die Kassenärztliche Vereinigung hat die Berechnung nochmals überprüft und kommt zu dem Schluss, dass weitere Arztzulassungen möglich sein müssen", teilt heute Landtagsabgeordneter Martin Schöffel mit. „Ich bin sehr froh, dass das erreicht werden konnte", so Martin Schöffel, stehen doch ganz konkret Praxisübernahmen im Landkreis an. „Die damalige Entscheidung war für mich sehr überraschend und konnte nicht richtig sein", schildert der Landtagsabgeordnete seine Reaktion auf die Entscheidung vom Juli 2012.

Nach Aufhebung der Sperre kann nun gerade auch der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge von den Förderprogrammen für Hausärzte im Ländlichen Raum profitieren, die der Freistaat Bayern ganz neu kreiert hat. Jeder Hausarzt, der sich im Landkreis erstmals niederlässt, bekommt einen Existenzgründerzuschuss in Höhe von 60.000 EUR. Medizinstudenten, die sich verpflichten, nach Ihrer Ausbildung mindestens fünf Jahre als Landarzt in einem definierten Gebiet tätig zu werden, erhalten während ihres Studiums ein Stipendium des Freistaates in Höhe von 300 Euro pro Monat! Innovative medizinische Versorgungskonzepte können mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, höchstens 200.000 Euro, gefördert werden. Dies können zum Beispiel Ärztehäuser mit besonders familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen oder Gemeinschaftspraxen sein, die an jedem Wochentag von einem anderen Facharzt genutzt werden.

Martin Schöffel ist sich sicher, dass es auch in Zukunft junge Ärzte geben wird, für die der Beruf des Hausarztes attraktiv sein wird. „Mit unseren Förderprogrammen wollen wir den veränderten Rahmenbedingungen für Ärzte in Deutschland Rechnung tragen und im Rahmen unserer Möglichkeiten als Freistaat Bayern junge Ärzte unterstützen, die diesen Weg gehen wollen", so Martin Schöffel abschliessend.

 

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