Oberfranken
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"Jugend forscht"

Start des 11. Regionalwettbewerbs in Oberfranken

„Elektroautos ohne Akkus", „Gummibärchen zur Zahnpflege" und die „Herstellung einer Biosonnencreme" - Jugend forscht in Oberfranken geht in seine elfte Runde


BAYREUTH / KULMBACH: Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht" ist am Montag unter dem Motto „ Uns gefällt was Du im Kopf hast" gestartet.


Eine erfreulich hohe Teilnehmerzahl kennzeichnet den oberfränkischen Regionalwettbewerb auch im elften Jahr seines Bestehens. Die Rekord-Teilnehmerzahlen vom letzten Jahr, die dem doppelten Abiturjahrgang geschuldet waren, konnten allerdings nicht erreicht werden. Andere Wettbewerben in Bayern beobachteten den gleichen Effekt und somit gehört der oberfränkische Wettbewerb einmal mehr zu den größten und teil-nehmerstärksten Wettbewerben bundesweit. Staatssekretärin Melanie Huml freute sich über die unge-brochene Anziehungskraft, die eine Teilnahme an „Jugend forscht" auf junge Nachwuchswissenschaftler aus der Region ausübt. „Mich freut ganz besonders, dass wir bei den jüngeren Forschern wieder fast so viele Anmeldungen haben wie im Rekordjahr 2011", so die Staatssekretärin, „zeigt dies doch, dass die schulischen Bemühungen bereits jüngere Kinder für die Naturwissenschaften zu begeistern Früchte trägt."


„Die Themenpalette steht fest", so Wettbewerbsleiter Stefan Gagel. Oberfrankens findige Köpfe beschäfti-gen sich dieses Mal mit der Mülltrennung oder der Frage ob unser Essen radioaktiv verseucht ist. Ein anderer Schüler hat überlegt, wie die oft körperlich anstrengende Arbeit im Krankenhaus durch mobile Roboterunterstützung leichter gemacht werden kann. Literarisch angehaucht ist die Arbeit eines Schülers, der sich mit der Frage beschäftigt hat, ob Parfüm tatsächlich so hergestellt werden kann, wie es Patrick Süskind in seinem Roman „Das Parfüm beschreibt". Jeden Morgen die Schultasche packen hat einen kleinen Forscher offensichtlich so genervt, dass er einen Schultaschenpackautomaten entwickelt hat, der immer die richtigen Hefte einpackt.


Bis Ende November mussten die Teilnehmer den Titel ihrer Arbeit einreichen, bis Ende Januar haben Sie nun Zeit, ausführliche Texte, Beschreibungen oder Versuchsanordnungen auszuarbeiten.


Von den 246 Teilnehmern starten 100 Teilnehmer mit 64 Arbeiten in der Kategorie „Jugend forscht" und 146 Teilnehmer mit 85 Arbeiten in der Sparte „Schüler experimentieren". Unter den Schulen führen nach derzeitigem Stand das Ehrenbürg-Gymnasium in Forchheim und das Graf-Münster-Gymnasium in Bay-reuth mit jeweils 13 Arbeiten gefolgt vom Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt mit 12 Arbeiten. Regional am stärksten vertreten sind einmal mehr die Städte Bayreuth und Bamberg gefolgt vom Landkreis Forchheim. Eindeutig sind auch die Vorlieben der jungen Leute. Die meisten Arbeiten stammen aus den Fächern Biologie (61), Technik (46) und Chemie (41). Der Rest verteilt sich auf die Fächer Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik und Physik. Da erst Ende Januar der endgültige Abgabeschluss der Arbeiten ist, kann es sein, dass diese Zahlen noch ein bisschen sinken werden.


Mit der Firma Brose wird ein neues Patenunternehmen den Regionalwettbewerb in Oberfranken zukünftig unterstützen. Mit den drei Patenunternehmen; der Loewe AG aus Kronach, den Oberfränkischen Spar-kassen und der Firma Brose aus Coburg wird der Wettbewerb nun komplett von oberfränkischen Unter-nehmen finanziert. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, ein weiteres Unternehmen für „Jugend forscht" zu gewinnen. Das zeigt, wie hoch der Stellenwert dieses Wettbewerbs in der Region auch für Unternehmen ist." so Melanie Huml. Oberfranken Offensiv-Forum Zukunft Oberfranken hat gemeinsam mit Loewe den Wettbewerb vor elf Jahren in den Regierungsbezirk geholt. Seitdem hat der Verein „Jugend forscht sowohl finanziell als auch organisatorisch mitgetragen. Auch nach dem Ausstieg als Patenunter-nehmen wird sich Oberfranken Offensiv-Forum Zukunft Oberfranken e.V. stark für den Regionalwettbewerb engagieren. Wie in den vergangenen zehn Jahren werden Mitarbeiter des Vereins die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs übernehmen.


Ein weiterer Förderer ist die Rehau AG, die, wie bereits in den vergangenen fünf Jahren, einen bayernweit einmaligen Schulpreis in Höhe von jeweils 500 Euro für die zehn qualitativ und quantitativ erfolgreichsten Schulen stiftet.


Der Regionalwettbewerb findet in diesem Jahr in der Stadthalle in Kulmbach statt. Aufgrund der erneuten sehr hohen Teilnehmerzahl wird der Wettbewerb wie beim vergangenen Wettbewerb aufgesplittet. Aus Kapazitätsgründen und durch die räumlichen Gegebenheiten am Veranstaltungsort wäre es sonst nicht möglich, allen Teilnehmern gleichzeitig gute Präsentationsmöglichkeiten zu bieten.


Am Donnerstag, den 01. März 2012, bekommen die Teilnehmer von „Schüler experimentieren" die Möglich-keit, sich der Jury und der Öffentlichkeit vorzustellen, am Freitag, den 02. März sind dann die Teilnehmer von „Jugend forscht" an der Reihe. An den Vormittagen nimmt die Fachjury die Bewertung der Arbeiten vor, an den Nachmittagen kann sich auch die Öffentlichkeit von der Qualität der Arbeiten überzeugen. Beide Tage enden jeweils mit der großen Siegerehrung für die jeweilige Wettbewerbssparte.


Die besten Teilnehmer können sich dabei für die bayerischen Landesentscheide qualifizieren, die Ende März für die „Jugend forscht"-Teilnehmer in München und Ende April für die „Schüler experimentieren"-Teilnehmer" in Dingolfing stattfinden werden. Den Abschluss von „Jugend forscht 2012" bildet der Bundeswettbewerb, der vom 17. bis 20. Mai in Erfurt ausgetragen wird.


Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Oberfranken Offensiv-Forum Zukunft Oberfranken e.V.
Antje Bauer
Projektmanagerin
Telefon: 0921 / 52523
Mail: bauer@oberfranken.de
www.jugend-forscht-oberfranken.de

 

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