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Kirchen und Klöster in Oberfranken

Stein gewordene Zeugen der Zeit

In Oberfranken bestanden bis nach 1800 mehrere eigenständige Herrschaften: Im Westen das Hochstift Bamberg, in dem der Bamberger Bischof regierte, im Osten das Markgraftum Kulmbach-Bayreuth. Der Raum Coburg war bis 1918 Teil eines Herzogtums. Auch Teile des Gebiets der Reichsstadt Nürnberg wurden Oberfranken zugeschlagen. Die herrschaftliche Vielfalt zog unter anderem auch eine große Anzahl an Kirchen und Klöstern nach sich.

Das Erzbistum Bamberg mit seiner 1000-jährigen Geschichte ist das größte Diasporabistum in Bayern. Es ist eng mit den Namen des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde sowie des heiligen Bischofs Otto verbunden. Von den großen klösterlichen Anlagen bis zur kleinen Wehrkirche: Ein Besuch der Kirchen und Klöster in Oberfranken liefert einen tiefen Einblick in die Geschichte des Regierungsbezirks und schenkt Momente der Stille und Einkehr.

www.bayreuth-evangelisch.de
www.erzbistum-bamberg.de

Kloster Banz

Weithin sichtbar ist Kloster Banz, ein Wahrzeichen des Obermaintals. Gestiftet wurde der Bau um 1070 als Benediktinerkloster von Alberaba, einer Tochter des letzten Grafen von Schweinfurt. Unter dem Bamberger Bischof Otto I. d. Hl. begründeten Mönche das Kloster neu. Am Neubau ab 1698 waren nicht nur Leonhard und Johann Dientzenhofer, sondern auch Balthasar Neumann beteiligt. Heute ist Kloster Banz im Besitz der Hanns-Seidel-Stiftung und wird als Bildungszentrum genutzt.

www.tourismusverein-badstaffelstein.de

Kloster Ebrach

Das Kloster Ebrach wurde als erstes rechtsrheinisches Zisterzienserkloster im Jahr 1127 gegründet. Die Besiedlung erfolgte vom vierten Stammkloster des Ordens Morimond in Frankreich. Heute ist in Teilen des Klosters eine Jugendvollzugsanstalt untergebracht. Treppenhaus, Kaisersaal und Dauerausstellung können in Führungen besichtigt werden.

www.mein-steigerwald.de
www.ebrach.de

Vierzehnheiligen

An der Stelle des heutigen Kirchenbaus nahe Bad Staffelstein sollen einem Schäfer um 1445 die 14 Nothelfer mit Christuskind erschienen sein. Die errichtete Kirche wurde zum ersten Wallfahrtsort der Christenheit. Die Basilika ist eine der schönsten Kirchen im Stile des Barock und Rokoko. Balthasar Neumann erbaute hier eine in ihrer Form wohl einzigartige Kirche. Im Zentrum der Kirche befindet sich der prunkvolle Gnadenaltar mit den Figuren der „vierzehn Nothelfer".

www.vierzehnheiligen.de

Hospitalkirche Hof

Schlichtes Äußeres, aber eine reiche künstlerische Barockausstattung im Innern charakterisiert diese Kirche. Über hundert Bilder aus dem Alten und Neuen Testament schmücken die hölzerne Kassettendecke und die auf Holzstützen ruhende obere Empore. Die Bilder wurden von dem Hofer Maler Heinrich Andreas Lohe nach Motiven der Bilder-Bibel von Merian und Osiander 1688/89 gemalt.

www.dekanat-hof.de

Zisterzienserinnenkloster Himmelkron

Das Zisterzienserinnenkloster Himmelkron wurde 1279 gegründet und bestand in dieser Funktion bis 1569. Danach fiel es an die damaligen Landesherren, die Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach.Das Museum befindet sich innerhalb des Komplexes der Stiftskirche, der ehemaligen Klosterkirche, und zeigt Zeugnisse aus der Klostergeschichte und der Markgrafenzeit Himmelkrons.

www.kulmbach.de

Morizkirche Coburg

Die Baugeschichte der bestehenden Morizkirche geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Schon seit dem 12. Jahrhundert stand dort ein Vorgängerbau der Morizkirche inmitten eines geistlichen Bezirkes, umgeben von Friedhof und Propsteigebäuden. Das Westportal mit den beiden Türmen wurde im 15. Jahrhundert abgetragen und in der heutigen markanten Gestalt der beiden ungleichen Türme wieder errichtet.

www.morizkirche-coburg.de

Bamberger Dom

1237, in der Zeit des Wechsels von Romanik zu Gotik, wurde der Bamberger Dom geweiht. 1012 wurde die Kathedrale begonnen. Nach zwei Bränden 1081 und 1185 entstand der heutige Grundriss mit den vier Türmen, zwei Chören und westlichem Querhaus. Während der Barockzeit, im 19. und 20. Jahrhundert veränderte sich das innere Bild und so entstand ein einzigartiges, gewaltiges Sakralbauwerk.Die Plastiken aus der Stauferzeit, Chorschrankenreliefs mit Propheten und Aposteln, die Heimsuchungsgruppe, der Veit-Stoß-Altar im südlichen Seitenschiff, das Hochgrab Kaiser Heinrichs von Riemenschneider und der Bamberger Reiter sind nur einige der weltberühmten Kunstwerke, die Besucher im Bamberger Dom erwarten.

Bildnachweis: Stadt Bamberg, Pressestelle

www.bamberg.de

Zisterzienserinnenkloster Sonnefeld

Die gut erhaltene Anlage mit Klosterkirche, spätgotischem Kapitelsaal und Klosterhof stammt aus dem 14. Jahrhundert. Seit der Aufhebung des Klosters im Zuge der Reformation wird die Kirche als evangelische Pfarrkirche genutzt.

www.e-kirche.de/sonnefeld

Basilika Gössweinstein

Die barocke Dreifaltigkeitsbasilika zu Gößweinstein ist die größte und bedeutendste Kirche der Fränkischen Schweiz. Weithin sichtbar sind ihre beiden mächtigen Türme. Balthasar Neumann erstellte die Pläne und überwachte selbst den Baufortgang. Die Gestaltung des Innenraums und der Altäre erfolgte nach Plänen von Johann Jakob Michael Küchel. Den Ehrentitel „Basilica minor" verlieh Papst Pius XII. im Jahr 1948 dem Gotteshaus.

www.goessweinstein.de

St. Marien zum Gesees

Weithin sichtbar erhebt sich auf dem Sophienberg die Kirche St. Marien zum Gesees. Von der Kirchenburg aus, deren Befestigung im 16. Jahrhundert mit starken Mauern und fünf Ecktürmen ausgebaut wurde, schweift der Blick weit über den „Hummelgau" und das Bayreuther Land.Die Legende besagt, Maria habe sich hier, auf der Suche nach einem neuen Ort, der ihres Segens würdig und zu ihrer Verehrung willig sei, hingesetzt, entzückt von der Anmut der Gegend und befriedigt von der Gutmütigkeit seiner Bewohner. Wegen des Ansturms der Pilger zu dieser Marienerscheinung sei die Kirche entstanden.

www.gesees-evangelisch.de

Kirchen und Klöster in Oberfranken

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