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Ergebnisse des 10. Fachforums (online)

Wirtshaus, Wagner, Wiesenfest

rund 8.000 Menschen erreicht das erste Online-Fachforum des Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken.

Gemeinsam mit Gastronomen, Touristikern, Unternehmern und der Wissenschaft werden Wege aus der Corona-Krise diskutiert.

Oberfrankens Wirtshausbetriebe, Biergärten, Hotels und Restaurants sind ebenso wie die regionalen Fest- und Kulturveranstaltungen identitätsstiftend und damit demographisch relevant. Wie also sieht ein Sommer ohne Feste aus, nachdem Gastronomie und Hotellerie bereits wochenlang geschlossen waren? Darüber wurde in hochkarätiger Besetzung beim 10. Fachforum des Demographie-Kompetenzzentrums Oberfranken in Kooperation mit der Universität Bamberg am Donnerstag, 14. Mai 2020, per Videokonferenz diskutiert. Die Quintessenz: Die Preise werden steigen, es wird auf das Verständnis der Gäste gesetzt und die Gastronomen müssen zum Teil innovativer werden. Aber auch die Verwaltung sollte weniger regulierend wirken und beispielsweise mehr Flächen für die Gastronomie ausweisen.

Es war eine spannende und kurzweilige Diskussion, an der sich Dr. Manuel Becher (Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH), Prof. Dr. Claus-Christian Carbon (Otto-Friedrich-Universität Bamberg), Stephan Ertl (DEHOGA, Genussregion Oberfranken e.V.), Alexander Herrmann (Sternekoch, Fernsehkoch, Buchautor, Unternehmer), Christof Pilarzyk (Beratungsgesellschaft Private Brauereigasthöfe) und Markus Raupach (Deutsche Bierakademie) unter der Moderation von Frank Ebert (Geschäftsführer Oberfranken Offensiv e.V.) beteiligt haben. Unter dem Titel „Wirtshaus, Wagner Wiesenfest – Oberfrankens Gastronomie und Hotellerie muss jetzt handeln, um zu überleben“ wurde die aktuelle Situation in der Branche beleuchtet und der Blick in die Zukunft gewagt.

Dramatische Lage in der Gastronomie

Einigkeit herrschte in der Bestandsaufnahme der aktuellen Lage in der Hotellerie und Gastronomie sowie der Brauwirtschaft. Die Einnahmen sind dramatisch eingebrochen, die Betriebe müssen sich fast ausnahmslos mit Krediten versorgen. Diese müssten dann aber auch wieder bedient werden, so dass in der Zeit nach Corona höhere Umsätze erzielt werden müssten. Alexander Herrmann: „Wir stehen in einem Tunnel, und ich sehe auch das Licht am anderen Ende. Aber ich sehe auch einen entgegenkommenden Zug.“ Markus Raupach merkte an, dass die Preise effektiv verdoppelt werden müssten, damit die Wirtshauslandschaft so wie sie ist Bestand haben kann. Das sei natürlich nicht vermittelbar.

Wirtshäuser sind demographische Anker von Ortschaften

Dass die oberfränkischen Gaststätten unbedingt gerettet werden müssen, betont Prof. Dr. Claus-Christian Carbon: „Wirtshäuser sind kultur- und identitätsstiftend. In Zeiten fehlender Planungssicherheit müssen große Programme aufgelegt werden.“
Als Chance für Gastronomie, Hotellerie und Tourismus begriff Dr. Manuel Becher die aktuelle Lage. Der Wegfall der Wagner-Festspiele sei für Bayreuth in diesem Jahr eine Katastrophe – langfristig könne man so die Stadt jedoch als ganzjährige Destination etablieren und sie nicht ausschließlich auf die Festspiele reduzieren.

Lösungsansätze: Preissteigerung, innovative Konzepte und Kommunikation

In der aktuellen Situation ist v.a. Anpassungsfähigkeit gefragt. Gastronomiebetriebe bieten ihre Speisen aktuell fast immer zum Abholen an, und diese Art von Innovation ist insgesamt gefragt. Allerdings müssen sich die Gäste auch auf höhere Preise einstellen. In diesem Zusammenhang seien die Gastronomen aber auch in der Pflicht, bei den Gästen die Wertschätzung für die guten, handwerklich hergestellten Speisen und Getränke zu erhöhen. Kommunikation sei also wichtig, damit die Gäste nachvollziehen können, warum ein „Schäuferla“ realistisch betrachtet mindestens 14,50 Euro kosten muss und ein Bier nicht unter 3 Euro verkauft werden kann.

Digitales Fachforum stößt auf reges Interesse

Zum ersten Mal hat das Demographie-Kompetenzzentrum Oberfranken ein Fachforum digital durchgeführt. In Kooperation mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde es über die Videokonferenz-Software „Zoom“ abgewickelt und gleichzeitig live auf Facebook gestreamt. Über 100 Teilnehmer haben sich die Diskussion via Zoom angeschaut und dabei auch zahlreiche Fragen an das Panel gestellt, die allesamt beantwortet wurden. Der Livestream über Facebook wurde vielfach geteilt und erreichte schnell rund 8.000 Menschen. Einen Zusammenschnitt des Fachforums gibt es in Kürze unter www.demographie-oberfranken.de.

Die Diskutanten des virtuellen Podiums

Dr. Manuel Becher
Dr. Manuel Becher

Geschäftsführer Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH

Prof. Dr. Claus-Christian Carbon
Prof. Dr. Claus-Christian Carbon

Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Lehrstuhl f. Allg. Psychologie u. Methodenlehre

Stephan Ertl
Stephan Ertl

Inhaber Hotel Ertl u. Parkschänke Kulmbach, Vorstand Genussregion Oberfranken e.V., 1. Stv. Vors. DEHOGA Bez. Oberfranken

Alexander Herrmann
Alexander Herrmann

Inhaber Herrmann's Romantik Posthotel Wirsberg, Sternekoch, Fernsehkoch, Buchautor u. Unternehmer

Christof Pilarzyk
Christof Pilarzyk

Braugasthof Grosch Rödental, Geschäftsführer Beratungsges. Private Brauereigasthöfe

Markus Raupach 
Markus Raupach

Verleger, Fotograf u. Buchautor, Gründer der Deutschen Bierakademie

 

Kurzfassung des 10. Fachforums

Oberfranken Offensiv e.V.

 
 
Besucheradresse

Oberfranken Offensiv e.V.
Maximilianstraße 6
95444 Bayreuth

Telefon

Telefon:
0921 52523

Geschäftsstelle der Genussregion Oberfranken e.V.:
Antje Bauer

 

Oberfranken Offensiv e.V. ist eine Regionalinitiative, die in einem starken Netzwerk zukunftsweisende Projekte zur Förderung von Oberfrankens regionaler und kommunaler Entwicklung unterstützt und durchführt, zum Beispiel in den Bereichen Demografie, Digitalisierung, Gesundheit und Lebensqualität.

Die Aktivitäten der Entwicklungsagentur für Oberfranken werden durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, das Regionalmanagement Bayern sowie durch den Bezirk Oberfranken und die Oberfrankenstiftung gefördert.




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