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Coburger Literaturkreis

Von Shakespeare bis zum Forum für junge Autoren

Coburger Literaturkreis
Coburger Literaturkreis

Ein breitgefächertes Jahresprogramm mit Lesungen, einem Forum für junge Autorinnen und Autoren sowie einer Shakespeare-Soirée hat sich der Coburger Literaturkreis auf seiner Mitgliederversammlung für 2016 vorgenommen.
Mit seiner ersten öffentlichen Veranstaltung im Jahr 2016 reiht sich der Coburger Literaturkreis ein in die Reihe der Kulturinstitutionen Coburgs, die des 150. Todestags von Friedrich Rückert am 31. Januar gedenken. Gemeinsam mit der Landesbibliothek lädt der Literaturkreis am Dienstag, den 15. März um 20 Uhr in den Andromeda-Saal von Schloss Ehrenburg zu einer Lesung mit Dr. Wolfgang Weyers ein. Weyers wird aus seiner 2014 erschienenen Rückert-Biografie „Der große Zauberer“ lesen. Die Lesung wird musikalisch umrahmt mit Rückert-Liedern wie zum Beispiel den Kindertodtenliedern.

Ein Höhepunkt im literarischen Leben der Stadt wird erneut „Coburg liest!“ sein, die Coburger Literaturtage, die vom 23. bis zum 28. April 2016 bereits zum 13. Mal stattfinden werden und deren maßgeblicher Mitorganisator - neben der Volkshochschule Coburg, der Buchhandlung Riemann und dem Landestheater Coburg – erneut der Coburger Literaturkreis ist.

Am 9. Juni folgt dann ein Wiedersehen mit der Berliner Schauspielerin und Sängerin Cora Chilcott, die beim Literaturkreis bereits mit einem Brecht/Weill-Abend und mit einer packenden Interpretation von Georg Büchners „Lenz“ reüssiert hat. Chilcott bietet um 20 Uhr, wieder im Europäischen Museum für modernes Glas in der Rosenau einen Shakespeare-Abend mit Balladen, Liedern und Auszügen aus Stücken des Meisters. Anlass ist der 400. Todestag Shakespeares.

Für das zweite Halbjahr 2016 hat sich der Literaturkreis vorgenommen, jungen Autorinnen und Autoren aus der Region einmal ein Forum zu bieten, in dem sie sich und ihre Werke der Öffentlichkeit vorstellen können. Darüber hinaus ist eine Lesung aus einem aktuellen Roman vorgesehen. Wen der Literaturkreis hierfür gewinnen will, soll entschieden werden, wenn die Neuerscheinungen zur Leipziger Buchmesse bekannt sind. Vorstellbar ist für den Literaturkreis auch eine Lesung mit Tilmann Lahme aus dessen hochgelobter Biografie „Die Manns - Geschichte einer Familie“.

Wie jedes Jahr beschlossen die Mitglieder neben den öffentlichen Veranstaltungen eine Reihe von Vorträgen und Diskussionsthemen für ihre regelmäßigen Treffen, die unter dem Titel „literarische Tafelrunden“ weiterhin im Münchner Hofbräu jeweils an einem Donnerstag stattfinden.
Den Auftakt macht am 25. Februar das Literaturkreis-Mitglied Carlos Gramß mit einem „Abend mit Joel Spazierer und anderen", zu dem Gramß durch den Roman „Die Abenteuer des Joel Spazierer von Michael Köhlmeier inspiriert wurde.
Bei ihrem Treffen am 14. April wollen sich die Mitglieder auf die wenige Tage später beginnenden Literaturtage einstimmen. Am 21. Mai wird man sich mit Büchners Schauspiel „Dantons Tod“ und dessen neuer Inszenierung am Landestheater beschäftigen.

Am 23. Juni stellen die Literaturkreis-Mitglieder Peter Carl und Johannes Schmidt den neuen Roman „Unschuld" von Jonathan Franzen vor.
Der traditionelle Sommerausflug steht am 9. Juli auf dem Programm, am 27. August will man sich dann beim Erlanger Poetenfest mit den dort präsentierten aktuellen Neuerscheinungen vertraut machen.
Nach den Sommerferien, am 15. September, werden sich die Mitglieder wie jedes Jahr unter dem Motto „Literarische Tauchfahrten und Höhenflüge" über ihre jeweilige Urlaubslektüre austauschen. Voraussichtlich am 13. Oktober wird sich das Literaturkreis-Mitglied Michael Krauß mit der Frage „Wann wird Literatur zum Kult?“ beschäftigen. Darüber hinaus ist für den Herbst zur Vorbereitung auf die geplante Roman-Lesung ein „gemeinsames Autorenporträt“ der Autorin oder des Autoren geplant, die oder den man dafür gewinnen konnte.
Auch zu diesen „literarischen Tafelrunden“ des Vereins sind Gäste jederzeit willkommen.
Vor der Erstellung des Jahresprogramms hatte der 1. Vorsitzende Alois Schnitzer einen Rückblick auf das vergangene Jahr gegeben. Es habe am 28. Januar 2015 gleich mit einem Höhepunkt, dem literarischen Gedenken an die Auschwitz-Befreiung mit den beiden Autorinnen Marta Kijowska und Sabine Friedrich begonnen. Kurz darauf, am 6. Februar, sei mit „Blues & Kusz“, einem Abend mit Fitzgerald Kusz und dem Gitarristen Klaus Brandl, das Kontrastprogramm gefolgt. Schnitzer erinnerte weiter an die Einführungsmatinée in der Reithalle am 22. März 2015 zur Premiere der szenischen Collage „Der Welt abhanden gekommen ...“. Mitglieder des Literaturkreises haben diese in Kooperation mit dem Landestheater mit dem Buch „Aus der Zeit fallen" von David Grossman bestritten.
Am 19. Oktober habe man dann eine „sehr gute Lesung“ mit Klaus Modick erleben können, der aus seinem Bestseller „Konzert ohne Dichter“ las. Am 19. November referierte die Krimi-Autorin und Linguistin Dr. Friederike Schmöe über das Thema „Schmuddelkind Krimi - ist Suspense ehrenrührig?“, und am 2. Dezember stellten Mitglieder des Literaturkreis in der Stadtbücherei die Kandidaten für den Rückert-Preis 2016 vor.
Neuwahlen standen nicht an. In ihrem Kassenbericht konnte Schatzmeisterin Christiane Seel-Kirchner von geordneten finanziellen Verhältnissen des Vereins berichten.

Weitere Informationen unter www.coburger-literaturkreis.net

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