Hier geht es zum Livestream der Preisverleihung Jugend forscht am Donnerstag, 12.02.26, um 17:00 Uhr
KULMBACH/OBERFRANKEN – Tüfteln, hinterfragen, weiterdenken: Am 11. und 12. Februar 2026 wird die Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach erneut zum Treffpunkt für neugierige Köpfe. Insgesamt 160 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher präsentieren beim 25. Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ in Oberfranken ihre innovativen Projekte.
Am 11. und 12. Februar 2026 steht Kulmbach erneut ganz im Zeichen junger Forschungstalente: Nach dem teilnehmerbedingten Rückgang im Jahr 2025, der auf den fehlenden Abiturjahrgang zurückzuführen war, kehrt der Wettbewerb 2026 wieder zu seiner gewohnten Stärke zurück und zählt erneut zu den größten Regionalwettbewerben Deutschlands.
25-jähriges Jubiläum
Zum 61. Mal wird „Jugend forscht“ bundesweit ausgetragen, seit 25 Jahren gibt es zudem den eigenständigen Regionalwettbewerb in Oberfranken. Auch im Jubiläumsjahr engagieren sich zahlreiche junge Talente aus der Region: Unter dem bundesweiten Motto „Maximale Perspektive“ präsentieren 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre innovativen Ideen und Forschungsergebnisse. Mit großer Neugier, Kreativität und wissenschaftlichem Anspruch wurde geforscht, experimentiert, konstruiert und entwickelt. Entstanden ist eine beeindruckende Vielfalt an Projekten – von Untersuchungen zum Einfluss des Medienkonsums auf das Schlafverhalten von Schülerinnen und Schülern über Analysen zum Mikroplastikgehalt in Speisesalz bis hin zur Entwicklung einer Brillen-Waschanlage.
103 Projekte an zwei Wettbewerbstagen
Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl findet der Regionalwettbewerb 2026 erneut an zwei Tagen statt. Am Mittwoch, 11. Februar 2026, präsentieren die Teilnehmenden bis 14 Jahre ihre Arbeiten in der Sparte „Jugend forscht junior“. 104 Kinder und Jugendliche stellen der Jury insgesamt 59 Projekte vor. Am Donnerstag, 12. Februar 2026, treten die Teilnehmenden ab 15 Jahren in der Sparte „Jugend forscht“ an.
Die Vormittage sind den Jurygesprächen vorbehalten, in denen die jungen Forscherinnen und Forscher ihre Projekte in intensiven Fachgesprächen erläutern. Am Nachmittag sind Familienangehörige, Freundinnen und Freunde sowie alle Interessierten eingeladen, die Ausstellung von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu besuchen und sich die Projekte persönlich erklären zu lassen. Durch die Preisverleihung zum feierlichen Abschluss beider Wettbewerbstage jeweils um 17:00 Uhr führt Moderatorin Franziska Brömel.
Besonders stark...
Oberfrankenweit stammen die meisten Einreichungen aus der Stadt und dem Landkreis Bayreuth: Insgesamt 37 Projekte gehen von dort ins Rennen. Es folgen die Stadt und der Landkreis Bamberg mit 28 sowie die Stadt und der Landkreis Hof mit 16 Projekten. Besonders engagiert zeigt sich in diesem Jahr das Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth, das mit 16 Beiträgen vertreten ist. Ebenfalls stark präsent sind die Steigerwaldschule Staatliche Realschule Ebrach und das Hochfranken-Gymnasium Naila mit jeweils elf Projekten. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten des Wettbewerbs zählen in diesem Jahr vor allem die Fachgebiete Chemie, gefolgt von Biologie, Technik und Physik.
Starker Wettbewerb dank engagierter Patenunternehmen
Als Mitinitiator des oberfränkischen Wettbewerbs vor 25 Jahren engagiert sich Oberfranken Offensiv seit der ersten Durchführung als Organisator für „Jugend forscht“ in der Region. Langjährige Unterstützung leisten zudem die Patenunternehmen Brose Fahrzeugteile SE & Co. Kommanditgesellschaft Coburg, die oberfränkischen Sparkassen sowie die KSB SE & Co. KGaA aus Pegnitz, die den Wettbewerb seit vielen Jahren finanziell fördern.
Besichtigungen der Stände an den Nachmittagen
Die Vormittage der beiden Wettbewerbstage sind der Jury gewidmet, die die Projekte begutachtet und sich in intensiven Gesprächen mit den jungen Forscherinnen und Forschern über die Arbeiten austauscht. Anschließend werden die besten Arbeiten von der Jury ausgewählt. Am Nachmittag von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr sind alle Eltern, Freunde und Interessierte herzlich in die Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach eingeladen, den Wettbewerb zu besuchen und die Forschungsarbeiten der jungen Talente zu bestaunen.
Stärkste Beteiligung aus der Region Bamberg-Forchheim
Auch im Wettbewerbsjahr 2026 zeigt sich die Region Bamberg-Forchheim besonders engagiert bei „Jugend forscht“: Mit 39 Projekten und 69 Teilnehmenden ist sie erneut sehr stark vertreten. Die Region stellt mehr als ein Drittel aller Teilnehmenden. Hervorzuheben ist dabei die Steigerwaldschule Staatliche Realschule Ebrach, die mit elf Projekten und insgesamt 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die zweithöchste Beteiligung aller Schulen im Wettbewerb aufweist. Dies unterstreicht eindrucksvoll, dass „Jugend forscht“ nicht ausschließlich an Gymnasien verankert ist, sondern schulartübergreifend junge Talente fördert. Ebenfalls stark vertreten ist das Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg mit neun Projekten und elf Teilnehmenden.
Inhaltlich spiegelt sich die Vielfalt des Wettbewerbs auch in den eingereichten Arbeiten wider: So untersucht ein Projekt des Franz-Ludwig-Gymnasiums Bamberg das Potenzial nachwachsender Rohstoffe als nachhaltige Gebäudedämmung. Schülerinnen und Schüler der Steigerwaldschule Staatlichen Realschule Ebrach entwickeln zudem einen neuartigen Propeller für Drohnen.
Stark bei Jugend forscht vertreten: Stadt und Landkreis Bayreuth
Wie bereits in den vergangenen Jahren ist Bayreuth der teilnehmerstärkste Landkreis. Insgesamt 37 Projekte wurden von 44 Kindern und Jugendlichen erarbeitet – damit stellt die Region rund ein Viertel aller Teilnehmenden im Wettbewerb. Besonders hervorzuheben ist das Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth, das mit 16 Projekten und 19 Forschenden die teilnehmerstärkste Schule Oberfrankens ist. Ebenfalls stark engagiert ist das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium, das mit neun Projekten und sieben Teilnehmenden vertreten ist.
Auch inhaltlich setzen die Bayreuther Beiträge spannende Akzente: In Zeiten, in denen Tätowierungen in allen Altersgruppen stark verbreitet sind, widmet sich ein Projekt der Berufsoberschule Bayreuth der Frage nach möglichen gesundheitlichen Risiken von Tattoo-Farben. Eine Schülerin des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums untersucht zudem die Auswirkungen der Antibabypille auf die Entwicklung von Mädchen.
Acht Projekte aus der Region Coburg und Lichtenfels
Aus den Regionen Coburg und Lichtenfels treten 15 Kinder und Jugendliche mit acht Projekten beim Wettbewerb an. Aus Kronach gibt es in diesem Jahr keine Teilnehmenden. Besonders stark vertreten ist das Gymnasium Ernestinum Coburg, das vier Projekte mit zehn Schülerinnen und Schülern einbringt. Ebenfalls engagiert zeigt sich das Gymnasium Burgkunstadt mit vier Projekten von fünf Jungforschenden.
Die Projekte greifen aktuelle Themen auf: Ein Beitrag des Gymnasiums Ernestinum Coburg untersucht Fluor-Verbindungen in Skiwachsen, die seit 2023 im gesamten Wintersport verboten sind, da sie als schwer abbaubare „Ewigkeitschemikalien“ gelten. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Burgkunstadt beschäftigen sich mit den Unterschieden in der Konsistenz von Käse und veganem Käseersatz – ein Thema von wachsender Bedeutung in Zeiten, in denen pflanzliche Ernährung immer beliebter wird.
15 kreative Ideen aus Stadt und Landkreis Hof
Auch die Region Hof und Fichtelgebirge präsentiert beim diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerb wieder spannende Projekte: 28 Kinder und Jugendliche stellen 15 Arbeiten vor und zeigen damit ihr Forschungsinteresse und ihre Innovationskraft. Besonders stark vertreten ist das Hochfranken-Gymnasium Naila mit 11 Projekten und 20 Teilnehmenden. Ebenfalls engagiert beteiligt sich das Schiller-Gymnasium Hof mit vier Projekten und acht jungen Forschenden. Aus dem Landkreis Wunsiedel sind in diesem Jahr keine Teilnehmenden vertreten.
Die Themen der Arbeiten beziehen sich auf aktuelle gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen: Schülerinnen des Schiller-Gymnasiums Hof entwickeln ein Solarnachführungssystem zur Ertragsoptimierung – ein Beitrag zur Verbesserung alternativer Energiequellen. Die Nachwuchsforschenden des Hochfranken-Gymnasiums Naila beschäftigen sich mit Maßnahmen zum Hochwasserschutz an regionalen Flüssen, ein besonders relevantes Thema angesichts des Klimawandels und zunehmender Unwetterereignisse.
Kulmbacher Nachwuchsforschende präsentieren vier Projekte
Aus Kulmbach nehmen in diesem Jahr vier junge Forschende mit ebenso vielen Projekten am Regionalwettbewerb teil. Alle Beiträge stammen vom Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium Kulmbach.
Die Projekte zeigen die Vielfalt der wissenschaftlichen Interessen der Schülerinnen und Schüler: Ein Beitrag widmet sich der Entwicklung eines Sensors zur Messung der Bewegungsaktivität von Milchkühen, aus deren Bewegungsmustern Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Tiere gezogen werden können. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit der Umrüstung eines handelsüblichen 3D-Druckers, sodass nun auch komplexe Objekte mit mehreren Farben und Materialien gedruckt werden können.