Mehr als 150 Akteure gestalten die Zukunft der Region.
Die Veranstaltung, organisiert von Oberfranken Offensiv e.V., brachte renommierte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen. In Vorträgen und Impulsen wurden aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Innovationsmanagement, regionale Standortentwicklung und Zukunftsforschung beleuchtet. Gleichzeitig wurde deutlich: Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Akteure miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsame Lösungen entwickeln.
Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Vorsitzender von Oberfranken Offensiv e.V., betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung gemeinschaftlichen Handelns: „Der Innovationskongress in Thurnau soll Mut machen, sich am Thema Innovation auszuprobieren – man darf sich inspirieren lassen von den Gedankenanstößen und den bereits erfolgreichen Projekten, die hier gezeigt werden. Unsere Vision ist, dass von der Innovationskraft Oberfrankens noch viel mehr Menschen wissen!“
Die fachlichen Impulse des Kongresses spiegelten die gesamte Bandbreite moderner Innovationspolitik wider. Den Auftakt machte Univ.-Prof. Dr. Kai Fischbach, Präsident der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der die Rolle der Universität als Motor für Innovationen in Oberfranken beleuchtete. Er zeigte auf, wie Forschung, Wissenstransfer und die enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft entscheidende Beiträge zur Wettbewerbsfähigkeit der Region leisten können.
Mit einem Blick in die Zukunft widmete sich Johannes Kleske, Zukunftsforscher aus Berlin, den Herausforderungen und Chancen, die auf Innovationsregionen zukommen. Er skizzierte technologische und gesellschaftliche Entwicklungen und machte deutlich, dass erfolgreiche Regionen heute vor allem durch Anpassungsfähigkeit, Vernetzung und Innovationskultur geprägt werden.
Im Bereich Künstliche Intelligenz stellte Univ.-Prof. Dr. Ute Schmid vom Lehrstuhl für Informatik und Kognitive Systeme der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sowie dem KMU-KI-Erfahrungszentrum die Bedeutung praxisnaher KI-Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen heraus. Ihr Beitrag verdeutlichte, wie KI-Technologien die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen stärken und Innovationen beschleunigen können.
Einen praxisorientierten Einblick in modernes Innovationsmanagement gab Daniela Schröder, Abteilung Betriebsorganisation bei HUK-COBURG. Sie erläuterte, wie die Zusammenarbeit zwischen etablierten Konzernen und Start-ups neue Lösungen hervorbringen kann und warum offene Innovationsprozesse heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen sind.
Mit der regionalen Perspektive beschäftigte sich Dr. Olaf Arndt, Partner und Bereichsleiter Region & Standort der Prognos AG. Er präsentierte Empfehlungen für regionale Innovationsstrategien und zeigte auf, welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um Oberfranken langfristig als attraktiven Wirtschafts- und Innovationsstandort zu positionieren.
Die bundespolitische Perspektive brachte Dr. Silke Launert, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, ein. Sie beleuchtete die Zukunft des Innovationsstandorts Deutschland und ordnete die Chancen Frankens im nationalen Wettbewerb um Forschung, Technologie und Fachkräfte ein.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildete Regierungspräsident Florian Luderschmid, Vorsitzender von Oberfranken Offensiv e.V., der die Bedeutung von Vernetzung, Förderung und gemeinschaftlichem Handeln für den Innovationsstandort Oberfranken hervorhob. Sein Appell machte deutlich, dass nachhaltiger Fortschritt nur durch die enge Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gelingen kann.
Beim anschließenden Innovationsfest präsentierten Unternehmen, Institutionen und Initiativen konkrete Projekte und innovative Ideen aus der Region. Die Ausstellung bot Gelegenheit zum intensiven Austausch und machte die Innovationskraft Oberfrankens unmittelbar erlebbar.
Der große Zuspruch und die intensive Diskussion haben gezeigt, dass Oberfranken über ein starkes Netzwerk engagierter Akteurinnen und Akteure verfügt, die gemeinsam die Zukunft der Region gestalten wollen. Der 1. Oberfränkische Innovationskongress bildet damit den Auftakt für einen kontinuierlichen Dialog über Innovation, Digitalisierung und regionale Entwicklung.